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Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Oberursel

Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Oberursel führen zusammen mit der Waldjugend Oberursel seit vielen Jahren Naturschutzprojekte durch. Die wichtigsten Ziele unserer Gruppe sind der Schutz von Höhlen bewohnenden Tieren (Fledermäuse, Vögel, Bilche) und ihrer Lebensräume.

Aktuelles

Letzte Aktualisierung: 2. Januar 2017


Stunde der Wintervögel

Mancher, der seit Jahren im Winter Vögel füttert, hat festgestellt, dass in diesem Winter (2016/2017) weniger Singvögel an die Futterstelle kommen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bringt das in einen Zusammenhang mit dem nassen Frühling 2016.

Kernbeisser und Amsel Weidenmeise an Futtersäule
Links: Kernbeißer und Amsel in der Nähe einer Futterstelle. - Rechts: eine Weidenmeise an einer Futtersäule, rechts unten wartet eine Blaumeise (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

In der Zeit, als die Singvögel ihre Jungen aufziehen wollten, gab es zu wenig Insekten. Schlimm war das für Meisen. Erwachsene Blaumeisen und Kohlmeisen können sich von Körnern ernähren - das sehen wir in jedem Winter - aber ihre Jungen füttern sie mit Insekten.

Ein anderer, schon lange bekannter Grund für den Nahrungsmangel ist die intensive Landwirtschaft, die zu wenig Lebensraum lässt für Wildkräuter und Insekten.

Es ist wichtig, den vermuteten Rückgang der Singvögel, die bei uns überwintern, in Zahlen zu dokumentieren. Auf diesem Hintergrund bittet der NABU wie in den vergangenen Jahren, dass wir in einer Stunde der Wintervögel in der Zeit vom 6. bis zum 8. Januar Vögel zählen und die Ergebnisse melden. (2. Januar 2017)

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Mückenfledermäuse in Südhessen

Am 23. November 2016 berichtete die Frankfurter Rundschau über Wochenstuben von Mückenfledermäusen ("300 Weibchen unter einem Dach") in Südhessen. In Egelsbach (Kreis Offenbach) erhielt das Haus der Familie Stroh vom NABU die Auszeichnung "Fledermausfreundliches Haus".

Mückenfledermaus
Mückenfledermaus (Bild: Evgeniy Yakhontov qu014)

Die Zahl 300 bezieht sich nur auf die Fledermausmütter. Beobachter haben an einem Sommerabend gezählt, wieviele Fledermäuse aus dem Dachbereich des Hauses wegfliegen.

Bei 300 haben sie aufgehört zu zählen. Die Jungtiere, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht fliegen konnten, sind nicht mitgezählt worden.

Diese Fledermauskolonie ist eine so genannte Wochenstube, in ihr leben nur Weibchen mit ihren Jungen. Die Männchen leben einzeln im Wald.

Man hat die Mückenfledermäuse lange Zeit mit den ähnlichen Zwergfledermäusen verwechselt. Wiliam Elford Leach hat zwar schon im Jahr 1825 Mückenfledermäuse aus Exeter in Südengland wissenschaftlich beschrieben, aber seine Kollegen unter den Zoologen hielten diese Tiere für Varianten der weit verbreiteten Zwergfledermäuse.

Am Ende des 20. Jahrhunderts ergaben Untersuchungen mit Fledermaus-Detektoren aber, dass es offensichtlich zwei Sorten von Zwergfledermäusen gibt, die einen senden Schreie aus, die mit Frequenzen um 37 kHz enden, bei den anderen enden die Schreie mit circa 55 kHz.

Diese zweite Sorte sind die Mückenfledermäuse (Pipistrellus pygmaeus). Weil sie mit höheren Tönen auf die Jagd gehen, heißen sie im englischsprachigen Bereich "Soprano Pipistrelle".

Äußerlich unterscheiden sich diese beiden Arten kaum. Die Zwergfledermäuse (Pipistrellus pipistrellus) haben ein dunkleres Gesicht. Bei den nächsten Sommerkontrollen unserer Nistkästen werden wir etwas genauer hinsehen. Vielleicht haben wir bisher einzelne Mückenfledermäuse im Oberurseler Stadtwald als Zwergfledermäuse registriert. (23. November 2016)

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