Logo der SDW Oberursel

Karte von Hessen

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Oberursel

Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Oberursel führen zusammen mit der Waldjugend Oberursel seit vielen Jahren Naturschutzprojekte durch. Die wichtigsten Ziele unserer Gruppe sind der Schutz von Höhlen bewohnenden Tieren (Fledermäuse, Vögel, Bilche) und ihrer Lebensräume.

Aktuelles

Letzte Aktualisierung: 2. Februar 2018


Igel in Bayern auf der Roten Liste

Am 22. Dezember 2017 berichtete die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel "Igel werden zur bedrohten Art", dass das Landesamt für Umwelt in Bayern den Igel in seine Rote Liste der bedrohten Säugetierarten aufgenommen hat.

Der bei uns und im übrigen Westeuropa lebende Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) war bisher eine häufig vorkommende Art. In Märchen ("Der Hase und der Igel") werden Igel als besonders schlau beschrieben.

Früher sah man Igel oft, wenn sie in Sommernächten Landstraßen überquerten. Leider wurden viele von Autos überfahren. Beides ist in den vergangenen Jahren weniger geworden: man sieht weniger lebendige und weniger überfahrene Igel.

Braunbrustigel am Rand einer Landstraße
Braunbrustigel am Rand einer Landstraße (Bild: Calle
Eklund qu153)

Die Süddeutsche Zeitung zitiert den bayrischen Landtagsabgeordneten Christian Magerl: "Ausgerechnet der Igel. Dass es jetzt dem Igel an den Kragen geht, ist wieder ein Beleg dafür, wie kaputt unsere Landschaften und unsere Natur in Bayern inzwischen sind."

Die Igel werden weniger, weil die intensive Landwirtschaft ihnen keinen Platz lässt, wo diese nachtaktiven Tiere den Tag verbringen können. Notwendig sind Hecken und breite, nicht bewirtschaftete Randstreifen an den Feldern. Die Igel werden auch weniger, weil Landwirte zum Schutz ihrer Monokulturen die Nahrung der Igel (Insekten, Tausendfüßler, Spinnen, Schnecken) vergiften. Die Tiere finden nicht mehr genug zu essen.

Wie auch viele andere Tierarten und Pflanzenarten sind die Igel Opfer einer europaweiten Landwirtschaftspolitik, die in erster Linie an dem finanziellen Gewinn interessiert ist, den man aus einer landwirtschaftlich genutzten Fläche ziehen kann.

Die Mehrheit der Politiker in Europa hat noch nicht begriffen, wie abhängig wir Menschen (und auch die Landwirte) von der Natur sind. Nur ein nachhaltiges Wirtschaften sichert - langfristig gesehen - einerseits die Artenvielfalt in der Natur und andererseits den Landwirten ihr Einkommen.

Aus diesem aktuellen Anlass informieren wir auf unserer neuen Seite "Igel" über Lebensweise, Gefährdung und Schutz dieser Tiere. (23. Dezember 2017)

klicken auf ein Bild vergrößert esnach oben


Vögel im Winter

Auch im Winter kann man in der Natur Vögel beobachten, Möwen am Main und am Rhein, Wasservögel auf Seen und langsam fließenden Flüssen. Gelegentlich entdeckt man dabei Vögel, die in früheren Wintern nicht zu sehen waren.

Im Naturschutzgebiet Kühkopf am Rhein zwischen Erfelden und Stockstadt fallen die Silberreiher auf. Pareys Vogelbuch (1980) kennt Silberreiher nur in Norditalien und weiter südöstlich. Die Tiere haben offensichtlich wie manche andere Arten ihren Lebensraum nach Norden ausgedehnt.

Silberreiher im seichten Wasser Weidenmeise an Futtersäule
Links: Silberreiher (Ardea alba) auf dem Kühkopf. - Rechts: Weidenmeise (Poecile montanus) an einer Futtersäule, rechts unten wartet eine Blaumeise (Cyanistes caeruleus) (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Wer die Möglichkeit hat, sollte schon im Spätherbst ein Futterhäuschen aufstellen oder eine Futtersäule aufhängen. Es ist notwendig. Vielerorts lässt die intensive Landwirtschaft den wild lebenden Vögeln zu wenig als Nahrung für den Winter übrig. Manche früher häufige Vogelarten sind dadurch selten geworden in Deutschland.

Den Vögeln über den Winter zu helfen ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Wenn man noch mehr für die wild lebenden Vögel tun will, braucht man Antworten auf die Fragen
Welche Vogelarten leben bei uns?
Wann sind sie da?
Wo findet man sie?
Wie viele sind es?

Auf diesem Hintergrund bittet der Naturschutzbund Deutschland wie in den vergangenen Jahren, dass wir in einer Stunde der Wintervögel in der Zeit vom 5. bis zum 7. Januar Vögel zählen und die Ergebnisse melden. (20. Dezember 2017)

klicken auf ein Bild vergrößert esnach oben


Fledermäuse im Spätherbst

Die Fledermäuse, die in Mitteleuropa überwintern, haben schon längst ihr Winterqurtier gefunden. Sobald Anfang September die Aufzucht der Jungen vorbei ist, beginnt für beide Geschlechter die Paarungszeit.

Die Fledermäuse, die zu den ortstreuen Arten gehören, fliegen jetzt zu den möglichen Winterquartieren, die oft deutlich von den Jagdgebieten des Sommers entfernt sind.

Rauhautfledermaus
Eine Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) (Bild:
Markus Nolf qu012)

Vor den Winterquartieren schwärmen die Fledermäuse. Sie treffen sich dort nachts mit Art-genossen und finden so Partner für die Paarung.

Den Winterschlaf beginnen sie erst, wenn es so kalt wird, dass sie keine Insekten mehr als Nahrung finden.

Die ziehenden Fledermäuse ver-lassen auch Anfang September das Gebiet, in dem sie sich im Sommer aufhalten, und fliegen zu ihrem Winterquartier.

Durch Beringung von Fledermäusen weiß man, welche großen Entfernungen sie zurücklegen. Der Rekord für Große Abendsegler (Nyctalus noctula) ist 1546 km, bei Rauhautfledermäusen (Pipistrellus nathusii) sind es 1905 km.

Man weiß wenig über den Zug der Fledermäuse. Man weiß seit einiger Zeit, daß Rauhautfledermäuse von der Südküste der Ostsee über den Bodensee nach Frankreich fliegen. Für die Strecke Ostsee - Bodensee brauchen sie etwa zwei Wochen.

Am 22. September 2017 berichtete die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel "Reisen mit Rückenwind" über ein interessantes Forschungsprojekt von Dina Dechmann und ihrem Team am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell.

Großer Abendsegler
Ein Großer Abendsegler (Nyctalus noctula) (Bild: Markus
Nolf qu009)

Die Forscher brachten an 29 Weibchen des Großen Abend-seglers Sender an und verfolgten im Frühling ihre Wanderung vom Bodensee nach Norddeutschland.

Die Fledermäuse warten offensichtlich günstige Umwelt-bedingungen ab.

Erst wenn Luftdruck, Wind-geschwindigkeit und Wind-richtung stimmen, starten sie ihre lange Reise.

Anders als Zugvögel unterbrechen sie ihren Flug regelmäßig und ruhen am Tag in einem geeigneten Versteck. Bevor sie am Abend weiter fliegen, jagen sie eine Stunde Insekten, um genügend Energie für die nächste Wegstrecke zu haben. (24. November 2017)

klicken auf ein Bild vergrößert esnach oben


Aktuelle Bilder von der Stierstädter Heide

Die Stierstädte Heide am westlichen Rand von Oberursel ist in jeder Jahreszeit beliebt bei Spaziergängern. Auch bei den Tieren ist die Heide beliebt. Mittags an einem warmen Sommertag fallen vor allem die Insekten auf. In der Abenddämmerung kommen die Fledermäuse.

Stierstädter Heide im August 2017 Wacholder
Auf der Sterstädter Heide Anfang August 2017 - Links: die Heide beginnt zu blühen. - Rechts: der Wacholder, der vor zwei Jahren recht struppig aussah, hat sich gut erholt. (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Vogelbeere Vogelbeere Früchte
Links: einer der wenigen allein stehenden Bäume auf der Heide ist diese Vogelbeere. - Rechts: die Früchte sind fast reif. (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Birken zwischen Heidekraut Esskastanie
Links: junge Birken auf der blühenden Heide - wenn die Birken nicht beseitigt werden, verschwindet das Heidekraut. - Rechts: kein typischer Heidebaum, aber nützlich: die Esskastanie am nordwestlichen Rand der Heidefläche. (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Das Bild mit den jungen Birken zwischen Heidekraut zeigt deutlich, dass eine Heide ein durch menschliche Einwirkung entstandenes Biotop ist. Wenn die Pflege durch Menschen nachlässt, wird das Gebiet wieder zu Wald. Am Samstag (23. September 2017) ist unsere nächste Heideaktion. An diesem Tag sollte man sich ein bis zwei Stunden frei halten. (12. August 2017)

klicken auf ein Bild vergrößert esnach oben


zum Seitenanfang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinweis

Eine Alternative zu den kommerziellen Internet-Browsern ist Firefox. Firefox hält sich eng an die international vereinbarten Vorgaben für Internetseiten.

Firefox gibt es für viele Betriebssysteme und ist kostenlos.

 

Eine Alternative zu Google ist Metager des gemeinnützigen Vereins SUMA. Metager sammelt keine Daten der Benutzer.

© Copyright: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Oberursel e.V. • ImpressumKontaktArchivzur Startseite