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Graues Langohr

Graues Langohr
Graues Langohr (Plecotus austriacus) (Foto: Jasja Dekker
qu024)

Wissenschaftlicher Name:
Plecotus austriacus

Erstbeschreibung:
(J. Fischer, 1829)
Tiere aus Österreich (Wien)

Familie:
Glattnasenfledermäuse
(Vespertilionidae)

Gattung:
Langohrfledermäuse
(Plecotus)
 
 

Name:
Der Artname austriacus (aus Österreich) weist hin auf das Gebiet, in dem die Tiere gefunden wurden.

Synonyme:
deutsch:
englisch: Grey long-eared bat, Grey big-eared bat
französisch: Oreillard gris

Unterarten: keine.

Die Untersuchungen von Spitzenberger et al. (2006) haben gezeigt, dass die bei Mammal Species angegebenen Unterarten Plecotus austriacus ariel, Plecotus austriacus christii, Plecotus austriacus macrobullaris, Plecotus austriacus turkmenicus und Plecotus austriacus wardi als Arten Plecotus ariel, Plecotus christii, Plecotus macrobullaris, Plecotus turkmenicus beziehungsweise Plecotus wardi anzusehen sind.

Plecotus austriacus kozlovi, bei Mammal Species nur als Synonym zu Plecotus austriacus ariel erwähnt, wird nun als Art Plecotus kozlovi behandelt.

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Verbreitung:
Europa.

Verbreitung von Plecotus austriacus
Verbreitung von Plecotus austriacus (Grafik: Ekkehard
Beyer qu080)

Größe:
Länge 40 .. 58 mm
Unterarm 35 .. 45 mm
Flügelspannweite 255 .. 300 mm Gewicht 6 .. 10 g

Oberursel und Umgebung:
Graue Langohren wurden bisher im Oberurseler Stadtwald nicht gefunden. Auch in den Kästen des Höhenprojekts kamen Graue Langohren bisher nicht vor.

Graue Langohren sind aber in Siedlungsbereichen des Hochtaunuskreises nachgewiesen.

In den Winterquartieren des Hochtaunuskreises werden in jedem Jahr Langohrfledermäuse angetroffen.

Graue Langohren und Braune Langohren (Myotis auritus) sind einander so ähnlich, dass man sie in Winterquartieren in der Regel nicht unterscheiden kann, ohne die Tiere aus ihrem Schlaf zu wecken.

Lebensraum:
Graue Langohren findet man in Mitteleuropa vor allem in Dörfern. Sie jagen über offenen Landschaften.

Quartiere:
Sommerquartiere sind in Mitteleuropa in Dächern von Gebäuden, im Süden im Eingangsbereich von Höhlenoder in Felsspalten. Den Winter verbringen die Tiere in Höhlen, Felsspalten, Stollen oder Dächern.

Ortswechsel:
Graue Langohren sind ortstreu.

Fortpflanzung:
Paarungen finden im Sommer und im frühen Herbst statt. Ein Junges wird zwischen Mitte Juni und Ende Juni geboren, gelegentlich auch Zwillinge.

Gefährdung und Schutz:
D: Rote Liste: selten, der Bestand ist stark gefährdet.
CH: potentiell gefährdet.
EU: FFH-Art.
IUCN: least concern (nicht gefährdet).

In Mitteleuropa wird der Rückgang der Bestandszahlen mit der Intensivierung der Landwirtschaft in Verbindung gebracht.

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Beschreibungen und weitere Bilder:

Hinweis: Einige Internetseiten geben ein Verbreitungsgebiet an, das auch die Verbreitung von Plecotus ariel, Plecotus christii, Plecotus gaisleri, Plecotus kozlovi, Plecotus turkmenicus und Plecotus wardi (früher als Unterarten von Plecotus austriacus behandelt) umfasst.

Aus den deutschen Bundesländern:

Berichte:

Literatur:

Dietz, Christian + Helversen, Otto von + Nill, Dietmar (2007): Handbuch der Fledermäuse Europas und Nordwestafrikas -- Stuttgart, 2007 (ISBN 978-3-440-09693-2)

Fischer, Johann Baptist (1829): Synopsis Mammalium -- Stuttgart, 1830
[Dieses Werk ist im Internet zugänglich (Open Library)]
[enthält die Beschreibung von Plecotus austriacus]

Spitzenberger, Friederike + Strelkov, Petr P. + Winkler, Hans + Haring, Elisabeth (2006): A preliminary revision of the genus Plecotus (Chiroptera, Vespertilionidae) based on genetic and morphological results -- Zoologica Scripta, 35(3) (2006), Seite 187–230  (1019 kbyte)
[enthält Einzelheiten zu Plecotus austriacus: Seite 217]

Wilson, Don E. + Reeder, DeeAnn M. (Herausgeber) (2005): Mammal Species of the world. A taxonomic and geographic reference -- (3. Auflage), Baltimore (USA), 2005
[Daten aus diesem Werk sind im Internet zugänglich Mammal Species]

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aktualisiert am 6. Februar 2015
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Abkürzungen

Länge = Körperlänge ohne Schwanz

Gewicht = Gewicht im Sommer

D = Deutschland
CH = Schweiz
EU = Europäische Union

FFH-Art: Alle europäischen Fledermausarten sind in der Europäischen Union durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie qu019 besonders geschützt.

FFH-Schutzgebiet-Art: Für die im Anhang II dieser Richtlinie aufgeführten Arten wird darüber hinaus die Einrichtung von Schutzgebieten verlangt.

IUCN: Die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources gibt die Gefährdung der Arten weltweit an.

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