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Mückenfledermaus

Mückenfledermaus
Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus)
(Foto: Evgeniy Yakhontov qu014)

Wissenschaftlicher Name:
Pipistrellus pygmaeus

Erstbeschreibung:
(Leach, 1825)
Tiere aus England (Devonshire, Dartmoor)

Familie:
Glattnasenfledermäuse
(Vespertilionidae)

Gattung:
Zwergfledermäuse
(Pipistrellus)
 

Name:
Der Artname pygmaeus (zwergenhaft) spielt darauf an, dass die Mückenfledermäuse die kleinesten Fledermäuse in Europa sind.

Mückenfledermäuse wurden eine Zeit lang als Unterart Pipistrellus pipistrellus pygmaeus der Europäischen Zwergfledermäuse angesehen. Unterschiede in der Frequenz der Ortungsrufe führten zur Aufspaltung in zwei Arten.

Synonyme:
deutsch:
englisch: Soprano pipistrelle, Soprano pipistrelle bat, Pygmy pipistrelle bat
französisch: Pipistrelle pygmée

Unterarten:
Pipistrellus pygmaeus pygmaeus
Europa, Kaukasus
Pipistrellus pygmaeus cyprius Benda, 2007
Zypern

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Verbreitung:
Mitteleuropa und Nordeuropa, Südeuropa, Kaukasusgebiet.

Verbreitung von Pipistrellus pygmaeus
Verbreitung von Pipistrellus pygmaeus (Grafik: Ekkehard
Beyer qu080)

Größe:
Länge 32 .. 51 mm
Unterarm 27 .. 34 mm
Flügelspannweite 190 .. 230 mm
Gewicht 4 .. 7 g

Oberursel und Umgebung:
Mückenfledermäuse wurden bisher im Oberurseler Stadtwald nicht gefunden.

In den Kästen des Höhenprojekts wurde im Sommer 2001 ein einzelnes Tier in 400 m Höhe angetroffen.

In den Winterquartieren des Hochtaunuskreises kamen Mückenfledermäuse bisher nicht vor. Wegen der großen Ähnlichkeit könnte man sie im Winter auch nicht von den Zwergfledermäusen unterscheiden.

Lebensraum:
Die Tiere findet man vorwiegend in Wäldern und in der Nähe von Gewässern, oft in Auwäldern.

Quartiere:
Sommerquartiere sind in Spalträumen von Bäumen, Felsen oder Gebäuden. Den Winter verbringen Mückenfledermäuse in Baumhöhlen oder an Gebäuden.

Ortswechsel:
Einzelne beringte Tiere wurden in großer Entfernung (einige 100 km) vom Beringungsort wiedergefunden.

Fortpflanzung:
Paarungen finden im Spätsommer und Herbst in Paarungsquartieren statt. Ein bis zwei Junge werden im Juni geboren. Die Weibchen sind schon im ersten Herbst geschlechtsreif.

Gefährdung und Schutz:
D: Rote Liste: Datenbestand unzureichend.
CH: die wenigen Daten reichen nicht für eine Gefährdungsanalyse.
EU: FFH-Art.
IUCN: least concern (nicht gefährdet).

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Beschreibungen und weitere Bilder:

Aus den deutschen Bundesländern:

Berichte:

Literatur:

Dietz, Christian + Helversen, Otto von + Nill, Dietmar (2007): Handbuch der Fledermäuse Europas und Nordwestafrikas -- Stuttgart, 2007 (ISBN 978-3-440-09693-2)

Wilson, Don E. + Reeder, DeeAnn M. (Herausgeber) (2005): Mammal Species of the world. A taxonomic and geographic reference -- (3. Auflage), Baltimore (USA), 2005
[Daten aus diesem Werk sind im Internet zugänglich Mammal Species]

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aktualisiert am 25. Juni 2015
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Abkürzungen

Länge = Körperlänge ohne Schwanz

Gewicht = Gewicht im Sommer

D = Deutschland
CH = Schweiz
EU = Europäische Union

FFH-Art: Alle europäischen Fledermausarten sind in der Europäischen Union durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie qu019 besonders geschützt.

FFH-Schutzgebiet-Art: Für die im Anhang II dieser Richtlinie aufgeführten Arten wird darüber hinaus die Einrichtung von Schutzgebieten verlangt.

IUCN: Die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources gibt die Gefährdung der Arten weltweit an.

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