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Europäische Zwergfledermaus

Europäische Zwergfledermaus
Europäische Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
(Foto: Manuel Werner qu013)

Wissenschaftlicher Name:
Pipistrellus pipistrellus

Erstbeschreibung:
(Schreber, 1774)
Tiere aus Frankreich

Familie:
Glattnasenfledermäuse
(Vespertilionidae)

Gattung:
Zwergfledermäuse
(Pipistrellus)
 
 

Name:
Der Gattungsname und Artname pipistrellus ist abgeleitet von dem italienischen Wort pipistrello, das jede Art von Fledermaus bezeichnet.

Synonyme:
deutsch: Zwergfledermaus, Eigentliche Zwergfledermaus
englisch: Common pipistrelle, Common pipistrelle bat
französisch: Pipistrelle commune

Der Zusatz Europäische berücksichtigt, dass es auch andere Zwergfledermäuse gibt. Die Bezeichnung Zwergfledermaus allein kennzeichnet die Art nicht eindeutig.

Unterarten:
Pipistrellus pipistrellus pipistrellus
Europa, Nordafrika, Türkei, Kaukasus
Pipistrellus pipistrellus aladdin Thomas, 1905
Zentralasien, Indien, China

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Verbreitung:
Europa, Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien), östliches Mittelmeergebiet (Türkei, Zypern), Kaukasusgebiet, im Osten bis Afghanistan.

Verbreitung von Pipistrellus pipistrellus
Verbreitung von Pipistrellus pipistrellus (Grafik: Ekkehard
Beyer qu080)  -- (weltweite Verbreitung - Wikipedia)

Größe:
Länge 34 .. 52 mm
Unterarm 27 .. 35 mm
Flügelspannweite 180 .. 240 mm
Gewicht 3 .. 7 g

Oberursel und Umgebung:
Europäische Zwergfledermäuse werden in jedem Jahr im Oberurseler Stadtwald angetroffen, aber nicht in Wochenstuben.

Außerhalb des Oberurseler Stadtwaldes werden seit 2012 Wochenstuben in Wäldern des Hochtaunuskreises gefunden.

In des Höhenprojekts kommen Europäische Zwergfledermäuse von April bis November in allen Höhenstufen von 100 m bis über 800 m vor.

In den Winterquartieren des Hochtaunuskreises sind Europäische Zwergfledermäuse seit der Wiederinbetriebnahme des Grävenwiesbacher Eisenbahntunnels selten geworden. Früher überwinterten dort in jedem Winter circa 100 Tiere.

Lebensraum:
Die Tiere leben in sehr verschiedenen Landschaftstypen. Man findet sie vorwiegend in Wäldern und in der Nähe von Gewässern, aber auch in Städten.

Quartiere:
Sommerquartiere sind in Spalträumen von Bäumen und Felsen, man findet die Tiere sehr häufig an Gebäuden. Den Winter verbringen Europäische Zwergfledermäuse in Höhlen oder Stollen, auch an Gebäuden.

Ortswechsel:
Die Entfernung zwischen Sommerquartier und Winterquartier ist meistens kleiner als 20 km.

Fortpflanzung:
Paarungen finden im Herbst in Paarungsquartieren statt. Ein bis zwei Junge werden ab Mitte Juni geboren. Nach vier Wochen sind sie selbständig.

Gefährdung und Schutz:
D: Rote Liste: nicht gefährdet.
CH: nicht gefährdet.
EU: FFH-Art.
IUCN: least concern (nicht gefährdet).

Die Tiere können beeinträchtigt werden bei der Renovierung von Gebäuden.

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Beschreibungen und weitere Bilder:

Aus den deutschen Bundesländern:

Berichte:

Literatur:

Benda, Petr + Červený, Jaroslav + Konečný, Adam + Reiter, Antonín + Ševčík, Martin + Marcel Uhrin, Marcel + Vallo, Peter (2010): Some new records of bats from Morocco (Chiroptera) -- Lynx, n. s. (Praha) 41 (2010): Seite 151–166  (9231 kbyte)
[enthält Bilder von Pipistrellus pipistrellus: Seite 160]

Dietz, Christian + Helversen, Otto von + Nill, Dietmar (2007): Handbuch der Fledermäuse Europas und Nordwestafrikas -- Stuttgart, 2007 (ISBN 978-3-440-09693-2)

Schreber, Johann Christian von (1774): Die Säugthiere in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen -- Erlangen, 1774 bis 1804
[Das Werk ist im Internet zugänglich (BHL)]
[enthält die Beschreibung von Pipistrellus pipistrellus]

Wilson, Don E. + Reeder, DeeAnn M. (Herausgeber) (2005): Mammal Species of the world. A taxonomic and geographic reference -- (3. Auflage), Baltimore (USA), 2005
[Daten aus diesem Werk sind im Internet zugänglich Mammal Species]

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aktualisiert am 25. Juni 2015
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Abkürzungen

Länge = Körperlänge ohne Schwanz

Gewicht = Gewicht im Sommer

D = Deutschland
CH = Schweiz
EU = Europäische Union

FFH-Art: Alle europäischen Fledermausarten sind in der Europäischen Union durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie qu019 besonders geschützt.

FFH-Schutzgebiet-Art: Für die im Anhang II dieser Richtlinie aufgeführten Arten wird darüber hinaus die Einrichtung von Schutzgebieten verlangt.

IUCN: Die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources gibt die Gefährdung der Arten weltweit an.

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