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Kleiner Abendsegler

Kleiner Abendsegler
Kleiner Abendsegler (Nyctalus leisleri) (Foto: Stiftung
Fledermausschutz qu051)

Wissenschaftlicher Name:
Nyctalus leisleri

Erstbeschreibung:
(Kuhl, 1817)
Tiere aus Deutschland (Hessen, Hanau)

Familie:
Glattnasenfledermäuse
(Vespertilionidae)

Gattung:
Abendsegler
(Nyctalus)
 

Name:
Die Art ist benannt nach dem deutschen Zoologen Johann Philipp Achilles Leisler (1771 bis 1813).

Synonyme:
deutsch: Kleinabendsegler
englisch: Leisler's noctule, Leisler's bat, Lesser noctule bat
französisch: Petite noctule, Noctule de Leisler

Unterarten:
Nyctalus leisleri leisleri
Europa, Nordafrika, Kaukasus
Nyctalus leisleri verrucosus Bowditch, 1825
Madeira

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Verbreitung:
Europa, Madeira, Kanaren, vereinzelt in Nordafrika (Marokko, Algerien, Libyen) und im östlichen Mittelmeergebiet (Türkei, Zypern), Kaukasus, nach Osten bis Nordindien. Eine Karte der weltweiten Verbreitung ist bei Wikipedia.

Verbreitung von Nyctalus leisleri
Verbreitung von Nyctalus leisleri (Grafik: Ekkehard
Beyer qu080)

Größe:
Länge 48 .. 68 mm
Unterarm 36 .. 48 mm
Flügelspannweite 260 .. 340 mm
Gewicht 13 .. 18 g

Oberursel und Umgebung:
Kleine Abendsegler werden in jedem Jahr im Oberurseler Stadtwald gefunden, auch in Wochenstuben. Kleine Abendsegler werden hier aber immer seltener (2006: 82 Tiere, 2012: 11 Tiere, 2013: 5 Tiere).

In den Kästen des Höhenprojekts werden Kleine Abendsegler von April bis September in Höhen von 300 m bis 600 m angetroffen.

Ein Kleiner Abendsegler wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal in einem Winterquartier des Hochtaunuskreises gefunden.

Lebensraum:
Kleine Abendsegler leben in vor allem in Laubwälern mit alten Bäumen. Sie jagen in den Wäldern und an den Waldrändern, auch über Viehweiden.

Quartiere:
Sommerquartiere sind in Spechthöhlen, in durch Blitzschlag entstandenen Stammrissen und in Fäulnishöhlen. Den Winter verbringen die Tiere in Höhlen, Stollen, Baumhöhlen oder in Spalten an oder in Gebäuden.

Ortswechsel:
Kleine Abendsegler wandern regelmäßig zwischen Sommerquartier und Winterquartier und legen dabei Entfernungen von einigen 100 km zurück.

Fortpflanzung:
Paarungen finden im August und September statt. Ein oder zwei Junge werden im Juni geboren.

Gefährdung und Schutz:
D: Rote Liste: selten, Datenbestand unzureichend.
CH: potentiell gefährdet.
EU: FFH-Art.
IUCN: least concern (nicht gefährdet).

Verluste von Quartieren in Bäumen und an Gebäuden und Verluste von Jagdgebieten können zum Schrumpfen oder Verschwinden von Populationen führen.

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Beschreibungen und weitere Bilder:

Aus den deutschen Bundesländern:

Berichte:

Literatur:

Dietz, Christian + Helversen, Otto von + Nill, Dietmar (2007): Handbuch der Fledermäuse Europas und Nordwestafrikas -- Stuttgart, 2007 (ISBN 978-3-440-09693-2)

Kuhl, Heinrich (1817): Die deutschen Fledermäuse -- Hanau, 1817
[Das Werk ist im Internet zugänglich (Deutsche Forschungsgemeinschaft)]
[enthält die Beschreibung von Nyctalus leisleri]

Wilson, Don E. + Reeder, DeeAnn M. (Herausgeber) (2005): Mammal Species of the world. A taxonomic and geographic reference -- (3. Auflage), Baltimore (USA), 2005
[Daten aus diesem Werk sind im Internet zugänglich Mammal Species]

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aktualisiert am 25. Juni 2015
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Abkürzungen

Länge = Körperlänge ohne Schwanz

Gewicht = Gewicht im Sommer

D = Deutschland
CH = Schweiz
EU = Europäische Union

FFH-Art: Alle europäischen Fledermausarten sind in der Europäischen Union durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie qu019 besonders geschützt.

FFH-Schutzgebiet-Art: Für die im Anhang II dieser Richtlinie aufgeführten Arten wird darüber hinaus die Einrichtung von Schutzgebieten verlangt.

IUCN: Die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources gibt die Gefährdung der Arten weltweit an.

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