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Berichte aus 2018

Hier sind die aktuellen Berichte der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Oberursel aus dem Jahr 2018. Die Verweise auf Stellen im Internet außerhalb unseres eigenen Internet-Angebots funktionieren möglicherweise nicht mehr alle.

 


Einladung zum Sommerfest

der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Waldjugend Oberursel am

Samstag 8. September 2018

von 15:00 bis 22:00 Uhr auf dem SDW-Gelände im Maasgrund in Oberursel

Kistenklettern Hütte der Waldjugend Oberursel
Kistenklettern - Die Hütte der Waldjugend (Bilder: Ekkehard Beyer qu032)

Kaffee und Kuchen ab 15:00 Uhr
Ausstellung zu unseren Naturschutz-Projekten
Maschinenausstellung
Kinderprogramm mit Schminken
Waldführung 17:00 Uhr
Gegrilltes ab 18:00 Uhr
Kleines Feuer ab 19:00 Uhr (wenn die Trockenheit es zulässt)
Fledermaus-Wanderung 19:30 Uhr
Gemütliches Zusammensein

Wegbeschreibung  (137 kbyte) (20. August 2018)

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Misteln auf Streuobstwiesen

Am 13. Januar 2014 berichtete die Frankfurter Rundschau unter dem Titel "Die Mistel schmarotzt sich durch", dass in den Wäldern südlich von Frankfurt immer mehr Bäume von Misteln befallen werden.

Misteln im Kühkopf Einzelne Mispel
Links: Weißbeerige Misteln (Viscum album) im Naturschutzgebiet Kühkopf in Südhessen, fotografiert Ende Dezember. - Rechts: Eine einzelne Mistel auf einem Obstbaum, fotografiert Anfang Januar, man sieht gut die hellen kugeligen Früchte (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Im Bezirk des Forstamts Langen trägt ein Drittel der Kiefern Misteln in den Kronen. Die Misteln treiben ihre Wurzeln in den Ast, auf dem sie sitzen, und saugen sich die Nährstoffe, die sie zum Wachsen brauchen, aus dem Baum. Förster und Waldbesitzer sehen das mit Sorge, denn die Misteln schwächen den Baum.

Verbreitet werden die Misteln von Vögel. Sie essen die Früchte der Misteln und scheiden die darin enthaltenen Samenkörner aber mit ihrem Kot wieder aus. Wenn so eine Kotportion auf einem Ast liegen bleibt, können die darin enthaltenen Mistelsamen Wurzeln in den Ast treiben und zu einer neuen Mistelpflanze werden.

Misteln auf Streuobstwiese Obstbaum mit abgebrochenen Ästen
Links: Weißbeerige Misteln (Viscum album) auf einer Streuobstwiese mit teilweise sehr alten Bäumen. - Rechts: an diesem Obstbaum sind zwei Äste mit Misteln bei stürmischen Wind abgebrochen, sie liegen links und rechts vom Baumstamm (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Auch in Streuobstwiesen können Misteln zum Problem werden. Was tut man, wenn eine Streuobstwiese in einem Naturschutzgebiet liegt? Die beiden unteren Bilder zeigen von Misteln befallene Obstbäume im Naturschutzgebiet Magertriften bei Ober-Mörlen in der Nähe von Bad Nauheim, nordöstlich von Frankfurt.

Man hat die Misteln in diesem Naturschutzgebiet nicht entfernt. In der ersten Januarhälfte gab es einige sehr stürmische Tage in Hessen. Die Misteln boten dem Wind breite Angriffsflächen. Bei einigen Bäumen sind dabei starke gesunde Äste abgebrochen (Bild unten rechts). (22. März 2018)

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Einladung zur Heideaktion

Bei der Heideaktion am Samstag 10. März 2018 geht wieder darum, Teilflächen von jungen Kiefern und jungen Birken befreien.

junge Kiefern zwischen Heidekraut blühende Heide
Links: die immergrünen jungen Kiefern heben sich im Winter gut ab vom Heidekraut (Bild: Ekkehard Beyer qu031), Rechts: blühende Heide im Hochsommer (Bild: Thomas Knepel qu033)

Helfen Sie mit, das größte noch existierende Heidegebiet südlich des Taunuskamms zu erhalten. Zwischen 9:30 und 16:00 Uhr sind wir da. Man muss nicht die ganze Zeit dabei bleiben. Eine Stunde leichte körperliche Arbeit an der frischen Luft ist gut für die Gesundheit und gut für die Heide, ihre Käfer, ihre Schmetterlinge und ihre Fledermäuse.

Heidepflege ist Handarbeit. Unsere kleine Gruppe von Aktiven braucht dabei dringend Unterstützung. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie bei dieser Heideaktion mitmachen. Hintergründe und Einzelheiten findet man auf dem Blatt Eine Stunde für die Stierstädter Heide.  (178 kbyte) (26. Februar 2018)

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Große Mausohren im Winterquartier

Jedes Jahr im Januar und im Februar werden an vier bis fünf Tagen die bekannten Winterquartiere von Fledermäusen im Hochtaunuskreis besucht. Es ist immer wieder faszinierend, bei diesen Kontrollen die Fledermäuse ganz nah zu sehen.

Ein Großes Mausohr Ein großes Mausohr
Links: dieses Große Mausohr hängt allein an der Wand des Stollens. Rechts: ein anderes Großes Mausohr im gemauerten Eingangsbereich des Stollens, links im Bild zwei Höhlenspinnen (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Wenn das soziale Verhalten der Tiere im Winter so ähnlich ist wie im Sommer, dann sind die allein hängenden Tiere wahrscheinlich Männchen. Die Gruppe von sieben Tieren im Bild unten rechts erinnert daran, wie sich Fledermausweibchen in einer Wochenstube im Frühsommer aneinander kuscheln.

Zwei Große Mausohren Sieben Große Mausohren
Links: zwei Große Mausohren, bei der linken sieht man gut die Kralle, mit der das Tier sich festhält, Rechts: sieben Große Mausohren (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Die Großen Mausohren (Myotis myotis) sind die größten einheimischen Fledermäuse. Die Spannweite der ausgebreiteten Flügel liegt zwischen 35 und 43 cm bei einem Gewicht von nur 20 bis 27 g.

In den Winterqurtieren im Hochtaunskreis ist das Große Mausohr die häufigste Fledermausart. Im Sommer finden wir im Wald einzelne Männchen, im September und Oktober auch Paare oder kleine Gruppen. Wochenstuben (Weibchen mit ihren Jungen) findet man im Sommer im Dachbereich von Kirchtürmen oder alten Gebäuden. (22. Februar 2018)

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aktualisiert am 20. Februar 2019
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