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Berichte aus 2013

Hier sind die aktuellen Berichte der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Oberursel aus dem Jahr 2013. Die Verweise auf Stellen im Internet außerhalb unseres eigenen Internet-Angebots funktionieren möglicherweise nicht mehr alle.

 


Vögel im Winter

Auch im Winter kann man in der Natur Vögel beobachten, Möwen am Main und am Rhein, Wasservögel auf Seen und langsam fließenden Flüssen. Gelegentlich entdeckt man dabei Vögel, die in früheren Wintern nicht zu sehen waren.

Auf dem Kühkopf zwischen Erfelden und Stockstadt fallen die Silberreiher auf. Pareys Vogelbuch (1980) kennt Silberreiher nur in Norditalien und weiter südöstlich. Die Tiere haben offensichtlich wie manche andere Arten ihren Lebensraum nach Norden ausgedehnt.

Silberreiher im seichten Wasser Weidenmeise an Futtersäule
Links: Silberreiher (Casmerodius albus oder Ardea alba), Wintergäste auf dem Kühkopf. - Rechts: Weidenmeise (Parus montanus oder Poecile montanus) an einer Futtersäule, rechts unten wartet eine Blaumeise (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Der Winter kommt näher. Wer die Möglichkeit hat, sollte jetzt ein Futterhäuschen aufstellen oder eine Futtersäule aufhängen. Es ist notwendig. Vielerorts lässt die intensive Landwirtschaft den wild lebenden Vögeln zu wenig als Nahrung für den Winter übrig. Manche früher häufige Vogelarten sind dadurch selten geworden in Deutschland.

Den Vögeln über den Winter zu helfen ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Wenn man noch mehr für die wild lebenden Vögel tun will, braucht man Antworten auf die Fragen
Welche Vogelarten leben bei uns?
Wann sind sie da?
Wo findet man sie?
Wie viele sind es?

Auf diesem Hintergrund bittet der Naturschutzbund Deutschland wie in den vergangenen Jahren, dass wir in einer Stunde der Wintervögel in der Zeit vom 3. bis zum 6. Januar Vögel zählen und die Ergebnisse melden. (20. Dezember 2013)

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Essen - Verreisen - Schlafen

Strategien, die kalte Jahreszeit zu überstehen, gibt es viele. Besonders erfinderisch in dieser Hinsicht sind wir Menschen. Ein durchschnittlicher Stadtmensch macht es heute so: gegen die Dunkelheit helfen Energiesparlampen, gegen die Kälte drehen wir die Heizung auf und den fehlenden Anblick von Grünem holen wir uns auf den Fernsehbildschirm.

Vor hundert Jahren wurde mit Sicherheit weniger geheizt und weniger beleuchtet, und Fernsehen existierte damals noch nicht einmal als Idee. Man hatte andere Methoden:

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
(Rainer Maria Rilke im Jahr 1906)

Das mit dem Wandern ist empfehlenswert. Täglich eine halbe Stunde im Freien, auch wenn das Wetter nicht dazu einlädt, stärkt das Immunsystem.

Kleiber an Futtersäule viele Weißstörche segeln am Himmel drei Große Mausohren im Winterschlaf
Drei Arten, den Winter zu überstehen: Essen - Verreisen - Schlafen (Bilder: links: Ekkehard Beyer qu031, Mitte: Henrike Mühlichen qu092, rechts: Thomas Knepel qu033)

Tiere haben recht unterschiedliche Arten, den Winter zu überstehen. Der Kleiber links im Bild versucht es mit Essen, dabei dürfen es auch ein paar Sonnenblumenkerne mehr sein.

Störche verreisen in den Süden. Die Störche in der Mitte nutzen energiesparend die Aufwinde über Israel, gewinnen so an Höhe, bevor sie das Rote Meer überqueren auf dem Weg an den Nil und weiter ins mittlere und südliche Afrika. Man kann auch in diesem Winter die NABU-Störche begleiten.

Die Großen Mausohren rechts im Bild haben das große Fressen schon hinter sich. Sie schlafen schon seit Oktober in Höhlen oder Stollen bei 8 bis 10 °C und verlassen ihre Winterquartiere erst wieder im März.

Das ist sehr freundlich von ihnen. Denn so geben sie uns Gelegenheit, im Januar und im Februar die rund 40 bekannten Fledermaus-Winterquartiere im Hochtaunuskreis zu kontrollieren und nachzusehen, welche Wintergäste und wie viele wir dieses Mal haben.

Im nächsten Frühling berichten wir hier in unserem Internet-Angebot darüber. Wer jetzt schon mehr über Fledermäuse erfahren will, findet auf unserer neu gestalteten Seite Fledermausarten ausführliche Informationen über alle europäischen Fledermausarten. (26. November 2013)

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Windenergieanlagen

Die Vogelschutzgruppe Usingen lädt ein zu einem Vortrag über Windenergieanlagen am Donnerstag (24. Oktober 2013) um 19:00 Uhr in der Hugenottenkirche in Usingen, Alter Marktplatz.

Windrad
Im Windpark Hohenahr (Bild: Andol qu079)

Die Energiewende, insbesondere nach der atomaren Katastrophe in Japan in aller Munde und von der Politik vorangetrieben, wird mittlerweile in weiten Teilen von der Bevölkerung mitgetragen.

Windräder werden gern als besonders saubere Mittel der Energiegewinnung angesehen.

Der Bau und der Betrieb von Windenergieanlagen kollidiert jedoch oft mit Belangen des Naturschutzes.

Martin Hormann von der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt geht in seinem Vortrag auf dieses Spannungsfeld ein. (17. Oktober 2013)

 

 

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Kraniche am Himmel über Hessen

In den nächsten Wochen ist wieder das großartige herbstliche Schauspiel ziehender Kraniche am Himmel über Hessen zu sehen. Bis Mitte Oktober sind schon etwa 10.000 Kraniche über Hessen hinweg geflogen. Insgesamt ist in diesem Herbst mit 250.000 Vögeln zu rechnen.

Auffliegende Kraniche
Auffliegende Kraniche (Bild: Andreas Trepte qu038)

Kraniche legen in Hessen manchmal eine Rast ein. An den Rastplätzen sollte man einen Abstand von mindestens 300 Meter einhalten, um die Tiere nicht unnötig zu beunruhigen.

Die Rücksichtnahme ist notwendig, weil viele Kraniche bereits eine weite Flugstrecke hinter sich haben, wenn sie in Hessen eine Pause einlegen.

Sie brauchen Ruhe und die Gelegenheit, etwas zu fressen und wieder Kräfte zu sammeln.

Hessen liegt in einer Hauptzugroute der Kraniche auf ihrem Weg von der Ostsee in ihre Winterquartiere im Südwesten Europas. An ihren größten nördlichen Sammelplätzen – zum Beispiel bei Rügen und an der Mecklenburgischen Seenplatte – finden sich im Herbst 100.000 bis 120.000 Kraniche ein.

Keilförmige Kranich-Formation
Ziehende Kraniche erkennt man leicht an
der keilförmigen Formation (Bild: Andreas
Trepte qu089)

Bei günstiger Witterung brechen einzelne Schwärme früh morgens auf und ziehen südlich oder nördlich am Harz vorbei.

Sie erreichen dann das Weserbergland und Thüringen und fliegen meist in den Nachmittags- und Abendstunden weiter durch Hessen. Schwerpunkte des hessischen Durchzuges sind die Flusstäler Nord- und Mittelhessens.

Mitte Oktober und Anfang November gibt es bei günstiger Witterung oft Massenflugtage, an denen in kurzer Zeit bis zu 50.000 Vögel über Hessen hinweg ziehen.

Beim Weiterflug mit 50 bis 70 km/h erreichen die über Hessen ziehenden Vögel die Auen von Main und Rhein und fliegen schließlich über Frankreich weiter nach Südwesten.

Die ziehenden Kraniche sind an ihrer keilförmigen Formation und den trompetenartigen Rufen zu erkennen. Die kräftigen und erfahrenen Tiere fliegen an der Spitze, dann folgen Familien mit durchschnittlich zwei Jungtieren.

Kranich
Ein Kranich kann bis zu 1,30 m lang werden (Bild: Steve
Garvie qu090)

Bei günstigen Flugbedingungen können die Tiere ohne Halt bis nach Südeuropa fliegen. Manche legen bei Wetterumschwüngen aber auch eine Rast in Hessen ein.

Sie landen zum Beispiel im Amöneburger Becken, an der Werra, an der Ohm und der Lahn. Auch Feuchtgebiete in der Wetterau und die Rheinauen in Südhessen sind gern aufgesuchte Orte zum Ausruhen.

Der NABU Hessen bittet, Kranichbeobachtungen unter www.Kranich-Hessen.de online zu melden. (Text nach Informationen des Landesverbandes Hessen des NABU) (16. Oktober 2013)

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Herbstzeit - Pilzzeit

Nach einem recht trockenen Spätsommer folgten in den letzten Tagen größere Regenmengen. Damit wachsen die Pilze wieder und es zieht uns zum Schwammerl suchen in die Wälder. Doch nicht jeder kennt sich mit diesen sehr besonderen Gewächsen aus. Deshalb sind hier einige Tipps zusammengetragen.

Fliegenpilze Gemeine Riesenschirmlinge
Links: Fliegenpilz (Amanita muscaria), giftig (Bild: Onderwijsgek bei nl.wikipedia qu082). - Rechts: Gemeiner Riesenschirmling (Macrolepiota procera) (Bild: Archenzo bei de.wikipedia qu081)

Tipp 1: Sammeln und pflücken Sie nur die Pilze, die Sie sicher kennen und auch verzehren möchten. Nutzen Sie nur aktuelle Pilzbestimmungsbücher, da einige Pilze früher als ungiftig beschrieben wurden, über deren langfristige gesundheitlichen Folgen aber heutzutage mehr bekannt ist. Nutzen Sie diese alten Bücher besser nicht mehr zum Bestimmen.

Tipp 2: Grundsätzlich ist das Sammeln der Pilze jedermann gestattet, jedoch nur in geringen Mengen (bis zu zwei Kilogramm pro Person und Tag), und zum Eigenverzehr. Der Handel mit gesammelten heimischen Waldpilzen ist nach Bundesartenschutzverordnung generell untersagt.

Tipp 3: Beachten Sie beim Pilzsammeln, dass dies in Naturschutzgebieten, Nationalparken aber auch in Wildruhezonen und in Forstkulturen verboten ist. Es gibt ausreichend Wälder die nicht diesem Schutz unterstehen und die betreten werden dürfen.

Hallimasch Echter Pfifferling
Links: Gemeiner Hallimasch (Armillaria mellea), im rohen Zustand giftig, gekocht essbar (Bild: Stu Phillips qu083). - Rechts: Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius) (Bild: James Lindsey qu084)

Tipp 4: Wenn Sie sich nicht mit Pilzen auskennen, so besuchen Sie vorher eine der zahlreich angebotenen Pilzwanderungen von anerkannten Pilzsachverständigen. Bei Pilzsachverständigen handelt es sich um von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (Pilzkunde) ausgebildeten und geprüften Personen, die vor Ort beraten und informieren. Hier lernen Sie relativ schnell die bedeutendsten Speisepilze kennen und können diese dann gezielt suchen.

Tipp 5: Sammeln Sie keine Pilze, die Sie nicht kennen. Das Pflücken jeden Pilzes und das Sortieren zuhause am Küchentisch schädigt das Ökosystem Wald unnötig und produziert nur Abfall. Längst nicht alle Pilze sind zum Verzehr geeignet und so sind es auch viele, die zwar zu keinerlei gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, aber wenig schmecken. Im Zweifel ist es für Mensch und Natur besser, einen Pilz stehen zu lassen, ihn nicht zu zerstören und weiter nach einem Pilz zu suchen den man sicher kennt. In der Regel gilt: Wo ein Pilz wächst, wächst auch noch mindestens ein zweiter. Alte Pilze sind meist für den Verzehr nicht mehr geeignet, geben aber noch Sporen ab und sorgen so für eine gute Pilzernte im nächsten Jahr. Lassen sie auch angefressene und verwurmte Pilze lieber gleich vor Ort. Beschädigen Sie keine Pilze.

Tipp 6: Auch der Verzehr nicht giftiger Pilze kann zu Pilzvergiftungen führen. Oft treten Pilzvergiftungen durch alte, zu lange oder falsch gelagerte oder ungenügend erhitzte Pilze auf. Pilze sollten bereits beim Sammeln luftig transportiert werden. Der typische Weidenkorb ist das beste Transportmitteln. Keinesfalls sollten Pilze in Plastiktüten gesammelt werden. Auch gibt es Pilzarten, wie bestimmte Tintlinge, Röhrlinge und Trichterlinge, die erst in Verbindung mit dem Genuss von Alkohol giftig wirken.

Steinpilze Goldgelbe Koralle
Links: Steinpilz (Boletus edulis) (Bild: Strobilomyces bei de.wikipedia qu085). - Rechts: Goldgelbe Koralle (Ramaria aurea) (Bild: Friedrich Böhringer qu086)

Tipp 7: Zum Glück spielt die Strahlenbelastung in Folge der Katastrophe von Tschernobyl beim Verzehr heimischer (hessischer) Pilze nur noch eine geringe Rolle. Wer einige Pilzgerichte die Saison über isst, setzt sich keiner größeren Gefahr aus. Auf die Herkunft achten sollte man allerdings bei gekauften Pilzen, weil Pilze aus gewissen Regionen Bayerns und Baden-Württembergs und vor allem aus Osteuropa immer noch stark belastet sind und deshalb nicht verzehrt werden sollten. Kleinkinder, Schwangere und Kranke sollten auf den Verzehr von Waldpilzen generell besser ganz verzichten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt auch wegen der Schwermetalle, die von Pilzen verstärkt aufgenommen werden, nicht mehr als ein halbes Pfund Waldpilze pro Woche zu verzehren.

Tipp 8: Aus Rücksicht auf das Ökosystem Wald sollten Pilze entweder vorsichtig abgedreht oder aber abgeschnitten werden, um das Pilzmyzel im Boden nicht zu zerstören. Auch sollten die Pilzsucher selbst bei ansonsten idealen Bedingungen sich nur tagsüber auf die Suche begeben, um Wildtiere nicht zusätzlich zu stören. In der Dämmerung oder gar nachts gestörtes Wild schädigt oft durch Verbiss und Schälschäden den Wald. Jeder Waldbesucher sollte sich darüber bewusst sein, dass er nur Gast im Wald ist und sich entsprechend benehmen. Auch wenn privater Wald betreten werden darf, sollte jeder doch die Eigentümerinteressen beachten.

Gelbe Knollenblätterpilze Wiesenchampignons
Links: Gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina), giftig (Bild: Andreas Gminder qu087). - Rechts: Wiesenchampignon (Agaricus campestris) (Bild: Andreas Kunze qu088)

Tipp 9: Sollten Sie den Eindruck haben, dass Sie sich an Pilzen vergiftet haben, rufen Sie lieber früher als später den Giftnotruf an (Telefon 06131-19240) oder begeben Sie sich ins nächste Krankenhaus. Sinnvoll kann es sein, vor der Essenzubereitung seine Beute auszubreiten und mit dem Handy ein Foto zu machen. So lässt sich auch nach dem Verzehr noch nachvollziehen, welcher Pilz der Falsche gewesen sein könnte und wie gravierend die Vergiftung ist. Eine Pilzvergiftung sollte wie andere Lebensmittelvergiftungen ernst genommen werden, da es auch zu langfristigen Organschäden kommen kann.

(Pressemitteilung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Hessen e.V., Text: Christoph von Eisenhart Rothe (Landesgeschäftsführer, e-mail: ch.v.eisenhart sdwhessen.de), 9. Oktober 2013)

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Bilder von der Heideaktion am 28. September

Die beiden ersten Heideaktionen in diesem Jahr litten unter dem Wetter. Im März erschwerte der Wintereinbruch die Arbeit, Anfang September der Regen. Dieses Mal konnten wir auf der Stierstädter Heide bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen viel tun.

ein einzelner Baum auf der Heide Birken und Brombeeren zwischen Heidekraut
Ein einzelner Baum auf der Heide reichert mit seinem fallenden Laub den Boden mit Nährstoffen an. Darüber freuen sich die Brombeeren. - Im Bild rechts sieht man, wie Birken und Brombeeren versuchen, das Heidekraut zu verdrängen (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Solange die jungen Birken und Kiefern noch klein und ihre Zahl nicht zu groß ist, kann man sie gut mit Händen und Hacken bekämpfen. Einen Teil der Heide dagegen haben wir gemäht, dort waren die Birken schon zu hoch gewachsen.

Traktor und Anhänger auf der Heide mit Hacken gegen Kiefern und Birken
Mit Hacken und Maschinen gegen Brombeeren, Kiefern und Birken (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Die letzte Heideaktion in diesem Jahr findet am 2. November statt. (30. September 2013)

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Einladung zur Heideaktion am 28. September

Bei der Heideaktion am 28. September brauchen wir Helferinnen und Helfer, die den links abgebildeten Bereich von den jungen Kiefern befreien. Auch auf anderen Teilflächen der Stierstädter Heide müssen junge Kiefern und junge Birken entfernt werden.

junge Kiefern zwischen Heidekraut blühende Heide
Links: so sah es bei der Heideaktion am 15. März aus - viele kleine Kiefern zwischen Heidekraut (Bild: Ekkehard Beyer qu031), Rechts: blühende Heide (Bild: Thomas Knepel qu033)

Helfen Sie mit, das größte noch existierende Heidegebiet südlich des Taunuskamms zu erhalten. Zwischen 9:00 und 16:00 Uhr sind wir da. Man muss nicht die ganze Zeit dabei bleiben. Zwei Stunden leichte körperliche Arbeit an der frischen Luft sind gut für die Gesundheit und gut für die Heide, ihre Käfer, ihre Schmetterlinge und ihre Fledermäuse. (15. September 2013)

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Wildkatzen im Taunus

Wildkatzen (Felis silvestris silvestris) sind selten geworden in Deutschland, und die wenigen sind so menschenscheu, dass man sie nur selten sieht. Mit Hauskatzen (Felis silvestris catus) sind sie nah verwandt, streicheln lassen sie sich aber nicht.

Wildkatze Wildkatze
Eine Wildkatze im Taunus (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Die europäischen Wildkatzen werden auch Waldkatzen genannt. Sie bewohnen die Wälder in den Mittelgebirgen und den unteren Höhenstufen der Hochgebirge. Sie fehlen im Tiefland und in Gegenden mit langen kalten oder schneereichen Wintern.

Wildkatzen leben einzeln in Revieren, die einige Quadratkilometer groß sind. Nur zur Paarungszeit von Februar bis März streifen die Kater weit über ihr eigenes Revier hinaus. Anfang Mai werden die 2 bis 4 Jungen geboren. Im Herbst sind sie selbständig und die Kleinfamilien lösen sich auf.

Wildkatze Wildkatze
Das ist dieselbe. Typisch für Wildkatzen ist die weiße Kehle (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Seit 2004 engagiert sich der BUND Hessen mit dem Projekt Rettungsnetz Wildkatze für den Schutz der Wildkatzen. Am Winterstein bei Ober-Mörlen gibt es einen interessanten, 7 km langen Wildkatzen-Rundwanderweg. Am 25. August und am 22. September gibt es dort geführte Wanderungen mit Wildkatzen-Experten (4. August 2013)

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Fotowettbewerb Allee des Jahres 2013

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat am 17. Mai unter dem Motto „Lebensraum Allee” den Alleen-Fotowettbewerb gestartet. Gesucht ist eine Allee von besonderer Gestalt, reich an Baumarten oder mit einer bestimmten Geschichte.

Platanenallee in Konstanz
Platanen-Allee in Konstanz (Bild: Ekkehard
Beyer qu031)

Alleen schützen vor Sonne und damit vor zu hohem Temperaturen im Straßenbelag. Alleen schützen vor Wind und damit auch vor Erosion in angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen.

Alleen verbessern bei Nebel und in der Dämmerung die Orientierung. Im Winter ist an den Alleebäumen der Straßenverlauf zu erkennen. Der dichte Baumbestand in Alleen trägt auch zum Schallschutz bei.

Die Wurzeln der Alleebäume stabilisieren Straßenränder und reinigen das Grundwasser. Die Baumkronen filtern Feinstaub und andere Schadstoffe aus der Luft.

Alleebäume bieten Nistplätze für Insekten fressende Vögel, manchmal auch für Mäuse fressende Greifvögel und liefern so einen Beitrag zur natürlichen Bekämpfung landwirtschaftlicher Schädlinge.

Einsendungen von Fotos mit kurzem Text nimmt der BUND bis zum 16. September 2013 entgegen. Zu gewinnen gibt es eine Übernachtung auf der Burg Lenzen im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Zum 20. Oktober, dem „Tag der Allee”, wird die Gewinnerallee von einer Jury zur „Allee des Jahres 2013” gekürt.

Einzelheiten zur Bedeutung von Alleen findet man bei Wikipedia, Einzelheiten zum Wettbewerb bei BUND. (17. Juli 2013)

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Frankfurt International School (3)

Die Taunuszeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldeten am 22. Juni, die Frankfurter Rundschau am 25. Juni, dass die Frankfurt International School ihre Sporthalle nun an einer anderen Stelle bauen will. Der Erlen-Sumpfwald in der Nähe des FIS-Geländes bleibt erhalten.

Stellvertretend für die Quellen und die herrlichen Bäume in diesem Teil des Oberurseler Stadtwaldes, die selbst nicht reden können, bedanken wir uns bei allen, die zu dieser Entscheidung beigetragen haben.

Oberurseler Stadtwald Bechsteinfledermaus
Links: im Oberurseler Stadtwald in der Nähe der FIS (Bild: Ekkehard Beyer qu031 - Rechts: Bechsteinfledermaus, fotografiert im Oberurseler Stadtwald (Bild: Thomas Knepel qu033)

Die Feuchtgebiete sind nicht der einzige Grund, warum der Oberurseler Stadtwald ein zu schützendes Flora-Fauna-Habitat-Gebiet ist. Er ist der Sommerlebensraum für Fledermäuse, unter ihnen die in Deutschland seltene Bechstein-Fledermaus. Im Oberurseler Stadtwald ist sie die häufigste Fledermausart. (27. Juni 2013)

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Bilder vom Tag der Offenen Tür

Viele Oberurseler folgten der Einladung am Samstag (22. Juni 2013) zwischen 15:00 und 20:00 Uhr und kamen auf das SDW-Gelände im Maasgrund. Bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen konnte die Ausstellung im Freien aufgebaut werden.

auf dem SDW-Gelände am Tag der offenen Tür Ausstellung am Tag der offenen Tür
Eine kleine Ausstellung informiert über unsere Naturschutz-Aktivitäten: Fledermäuse, Vögel, Siebenschläfer, Streuobstwiesen, Sterstädter Heide. (Bilder: Ekkehard Beyer qu032)

beim Kistenklettern beim Kistenklettern beim Kistenklettern
Wenig Pausen gab es beim Kistenklettern mit Seilsicherung. (Bilder: Ekkehard Beyer qu032)

beim Kistenklettern kleines Mädchen bei den Schminkfarben
Limks: der Turm ist einstürzt, und die Erbauerin des Turms schwebt langsam nach unten. - Rechts: unbeeindruckt von den Gesprächen am Tisch mit dem Info-Material konzentriert sich die junge Frau auf die Schminkfarben. (Bilder: Ekkehard Beyer qu032)

Jurte der Waldjugend Hütte der Waldjugend Oberursel
Jurte und Villa Hüpf der Waldjugend. (Bilder: Ekkehard Beyer qu032)

Bei den geführten Spaziergängen konnte man manches Interessante über den Oberurseler Stadtwald und seine Bewohner erfahren. Der Baumstumpf rechts unten zeigt eindrucksvoll, wie die Natur auf einen menschlichen Eingriff reagiert.

Nach dem Fällen des Baums kommt mehr Licht auf den Waldboden, eine Chance für die krautigen Pflanzen. In dem Baumstumpf entwickelt sich ein neuer Lebensraum für Käferlarven und andere Kleinlebenwesen.

Waldführung am Tag der offenen Tür Baumstumpf
Bei der Waldführung. (Bilder: Ekkehard Beyer qu032)

Vogelnester Führung am Tag der offenen Tür
Links: die Vogel- und Fledermausführung begann bei den ausgestellten Nestern. - Rechts: Thomas Knepel erklärt, was die Spuren in einem Nistkasten über seine inzwischen ausgezogenen Bewohner verraten (Bilder: Ekkehard Beyer qu032)

TagderoffenenTür TagderoffenenTür
Links: gerettet. - Rechts: Vorbereitung für das abendliche Feuer. (Bilder: Ekkehard Beyer qu032)

Gerettet ist der Erlen-Sumpfwald. Die Taunuszeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldeten in ihren Samstagsausgaben, dass die Frankfurt International School ihre Sporthalle nun an einer anderen Stelle bauen will. (23. Juni 2013)

Eine Anmerkung des Redakteurs: Ich habe es nicht geschafft, alle hier abgebildeten Menschen zu fragen, ob sie mit der Veröffentlichung ihres Bildes einverstanden sind. Wenn jemand nicht will, dass sein Bild in der hier gezeigten Weise erscheint, genügt ein email an die im Impressum angegebenene Adresse. Das Bild wird dann so schnell wie möglich entfernt.

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Einladung zum Tag der Offenen Tür

der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Waldjugend Oberursel am Samstag (22. Juni 2013) von 15:00 bis 20:00 Uhr auf dem SDW-Gelände im Maasgrund in Oberursel.

Infostand
(Bild: Thomas Knepel qu033)

Kinderprogramm ab 15:00 Uhr
Waldführung ab 16:00 Uhr
Fledermaus- und Vogelführung ab 17:00 Uhr
Kleines Sonnwendfeuer ab 19:00 Uhr

Eine kleine Ausstellung informiert über unsere Naturschutz-Projekte. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Wegbeschreibung  (137 kbyte) (15. Juni 2013)

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Frankfurt International School (2)

In den Tageszeitungen war in den letzten Wochen manches Unverständliche zum Streit um den Bebauungsplan 140a der Stadt Oberursel zu lesen, mit dem die Stadt der Frankfurt International School den Bau von Sportanlagen dort ermöglichen will, wo jetzt noch schützenswerte Natur ist.

Unverständlich vor allem deshalb, weil Bilder oder Planausschnitte fehlten. Nach dem Prinzip "Zwei Bilder sagen mehr als 2000 Worte" versuchen die hier gezeigten Karten, Informationslücken zu schließen.

FIS-Plan Umgebung des Bebauungsplans 140a (Grafik: Ekkehard Beyer nach Daten von OpenStreetMap qu067)

In der Planzeichnung  (1450 kbyte) des Bebauungsplans verläuft die Grenze des Planungsgebiets im rechten Teil der Übersicht näher an Urselbach und Werkgraben als es hier gezeigt werden kann.

Der Verläufe des Urselbachs und des Werkgrabens in der Planzeichnung weichen teilweise vom Verlauf des Urselbachs im OpenStreetMap-Stadtplan und in anderen zugänglichen Stadtplänen ab.

Wittig-Plan Jetziger Zustand der Umgebung der Frankfurt International School (Grafik aus dem Gutachten
von Prof. Dr. Wittig qu068)

Das Gutachten  (645 kbyte) von Prof. Dr. Wittig enthält weitere ausführlich kommentierte Abbildungen. (3. Juni 2013)

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Frankfurt International School

Wie bereits berichtet (September 2012) möchte die am Rand von Oberursel gelegene Frankfurt International School (FIS) eine Sporthalle bauen und dabei einen der am besten erhaltenen Auwälder mit Quellen und Bachbereich im gesamten Taunus zerstören.

Völlig unverständlich ist die Hartnäckigkeit, mit der diese Schule auf ihren Plänen beharrt. Ein Bau der Sporthalle ist an anderer Stelle möglich, ohne dass ein einziger Baum fallen müsste. Hat die Natur einen so geringen Wert für die Verantwortlichen in der Frankfurt International School?

Quellgebiet im Wald Wassergraben im Wald
Quellgebiet und wasserführender Graben im Oberurseler Stadtwald (Bilder: Claudia von Eisenhart
Rothe qu034)

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben wiederholt darauf hingewiesen, dass das Waldgebiet aufgrund seines besonderen Charakters nach europäischem und deutschem Naturschutzrecht zu erhalten ist und ein Ersatz mit gleicher Charakteristik an anderer Stelle unmöglich ist.

Über den aktuellen Stand der Dinge informiert die folgende Pressemitteilung.

 Pressemitteilung von BUND und SDW vom 15. Mai 2013 (306 kbyte)
 Press release von BUND und SDW vom 15. Mai 2013 (english) (304 kbyte)

Eine ausführliche Dokumentation findet man im Abschnitt Bebauungsplan 140a. (21. Mai 2013)

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Fischadler

Die Entwicklung der Fischadler-Populationen gehört zu den Erfolgen des Naturschutzes in Deutschland. Um 1960 waren Fischadler in weiten Teilen Europas ausgerottet, als vermeintliche Konkurrenten der Fischer waren sie stark verfolgt worden. Auch das Pestizid DDT setzte den Greifvögeln sehr zu. Sie legten Eier mit dünneren, weniger stabilen Schalen.

1972 wurde das Ausbringen von DDT in der Natur verboten. Bejagt wurden Fischadler zu dieser Zeit schon lange nicht mehr. Naturschutzgruppen bewachten die Gelege von Fischadlern, um sie vor menschlichen Eierdieben zu schützen. Insgesamt führte das zu einer deutlichen Erholung der Bestände.

Fischadler Fischadler
Links: ein Fischadler im Anflug auf das Nest (Bild: Tibor Duliskovitch qu052). - Rechts: ein Fischadler beobachtet die Umgebung (Bild: John Mosesso qu053)

1975 gab es wieder 70 Brutpaare in Deutschland, im Jahr 2004 waren es schon rund 500. Das Verbreitungsgebiet der Fischadler ist aber immer noch weitgehend auf den Norden und Nordosten Deutschlands beschränkt.

Einem Fischadlerpaar im Nest zusehen kann man mit der Kamera, die der Naturfotograf Marko König installiert hat. (19. April 2013)

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Tag des Baumes 2013

Am Mittwoch (24. April) ist der Tag des Baumes. In den vergangenen sechzig Jahren ist der von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald initiierte Tag des Baumes zu einer deutschlandweiten Mitmachaktion geworden. Die Politik geht mit gutem Beispiel voran. Um 13:00 Uhr wird in Berlin in Anwesenheit von Bundesumweltminister Altmeier ein Wildapfelbaum gepflanzt.

Speierling-Baum Platanen-Allee
Links: allein stehender alter Speierling. - Rechts: Platanenallee in Süddeutschland (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Die Hessen haben es eiliger. Schon am Samstag (20. April) um 11:00 Uhr pflanzt der hessische Staatssekretär Mark Weinmeister einen Wildapfelbaum in der Kinder- und Jugendfarm, Buchhügelallee 94, 63071 Offenbach.

Jede Pflanzung eines Baumes ist eine Investition in die Zukunft, eine Anwendung des Grundsatzes der Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur. Hoffen wir, dass den frisch gepflanzten Wildapfelbäumchen ein langes Leben beschieden sein wird, und dass sie nicht vorzeitig einem Straßen- oder Siedlungsprojekt weichen müssen! (18. April 2013)

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Die Bonameser Störche sind da

Seit Mittwoch (20. März) ist ein Storchenpaar an der Nidda in Frankfurt-Bonames. Sie haben das Nest auf dem hohen Mast auf dem alten Bonameser Flugplatz bezogen. Wie berichtet ist die Wiese rund um das Nest bis Anfang Juli gesperrt. Man kann die Bonameser Störche aber gut vom anderen Nidda-Ufer aus sehen.

Weißstorch-Paar auf dem Nest zwei Störche auf einem Dach
Weißstorchpaare (Bilder: links Christoph Gesché qu066 rechts Ekkehard Beyer qu031)

Vor zwanzig Jahren waren Störche praktisch aus Hessen verschwunden. Dass es im Jahr 2011 wieder 229 Weißstorchfamilien in Hessen gab, ist ein großer Erfolg der Naturschutz-Bemühungen. NABU Hessen berichtet ausführlich darüber. (25. März 2013)

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Jahresbericht 2012 der SDW Oberursel

Rechtzeitig zum Frülingsanfang ist der Jahresbericht 2012  (3767 kbyte) der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Oberursel erschienen.

Titelbild des Jahresberichts 2012 der SDW Oberursel
(Bild: SDW Oberursel qu064)

Auf 38 Seiten beschreibt der Bericht mit 37 größtenteils farbigen Abbildungen und 9 Tabellen die Naturschutzprojekte der SDW Oberursel:

Nistkästen als künstliche Höhlen
Höhlenbrütende Vögel, Säugetiere und Insekten
Fledermäuse
Stierstädter Heide
Streuobstwiesen und Hecken

Besonders ausführlich wird informiert über die Wald bewohnenden Fledermäuse im Hochtaunuskreis, die Entwicklung ihres Bestandes und Maßnahmen zu ihrem Schutz.

Auf drei Karten ist dokumentiert, wie sich die Stierstädter Heide seit 1994 durch gezielte Pflegemaßnahmen erholt hat.

Etwas wurde in diesem Jahresbericht vergessen, hier sei es nachgetragen: wir freuen uns über jede, die mitmacht bei unseren Naturschutzarbeiten und jeden, der uns hilft bei unseren öffentlichen Veranstaltungen, oder umgekehrt (geschlechtsneutrale Formulierung).

Den Jahresbericht kann man sich ausdrucken oder am Bildschirm lesen. (20. März 2013)

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Märzwinter

Es sind in der vergangenen Woche Kraniche gesehen worden, die zurück fliegen nach Süden. Der ungewöhnliche Wintereinbruch hat auch dazu geführt, dass nur wenige zur Heideaktion am Samstag kamen.

Stierstädter Heide mit Schnee Transporter der SDW Oberursel
Links: die winterliche Heide mitten im März. - Rechts: mit unserem Transporter bringen wir die Werkzeuge zur Heide und nehmen mit, was wir an Kiefern und Birken ausgerissen haben. (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Der Boden war gefroren. Das Heraushacken oder Ausreißen der jungen Birken und Kiefern kostete mehr Kraft als wir es von früheren Heideaktionen kennen.

Beseitigung von Kiefern-Jungwuchs Beseitigung von Birken-Jungwuchs
Die Arbeit sorgt dafür, dass wir trotz einer Temperatur wenig über 0 °C nicht frieren. (Bilder: Ekkehard Beyer qu032)

Das herrliche Wetter mit Sonnenschein bis zum späten Nachmittag versöhnt mit der Kälte.

Hängende Kätzen Junge Kiefern zwischen Heidekraut
Links: die Kätzchen zeigen, dass der Frühling vor der Tür steht. - Rechts: diesen Teil der Heide nehmen wir uns bei der nächsten Heideaktion vor (Bilder: Ekkehard Beyer qu031)

Das Freihalten der Heide von jungen Birken und Kiefern ist ein Dauerthema. Im September geht es weiter. (17. März 2013)

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Einladung zur Heideaktion am 16. März

Auf der Stierstädter Heide musste am 3. November eine Kiefer fallen. Sie wuchs als allein stehender Baum mitten im Heidegebiet. Ihre Samen sorgten dafür, dass jedes Jahr neue kleine Kiefern zwischen dem Heidekraut entstanden (Bild links).

junge Kiefern zwischen Heidekraut Blühende Heide
Links: so sieht es jetzt aus - viele kleine Kiefern zwischen Heidekraut (Bild: Ekkehard Beyer qu031), Rechts: hier wurden die Kiefern schon früher entfernt (Bild: Thomas Knepel qu033)

Bei der Heideaktion am 16. März brauchen wir Helferinnen und Helfer, die den links abgebildeten Bereich von den jungen Kiefern befreien. Auch auf anderen Teilflächen der Stierstädter Heide müssen junge Kiefern und junge Birken entfernt werden.

Helfen Sie mit, das größte noch existierende Heidegebiet südlich des Taunuskamms zu erhalten. Zwischen 9:00 und 16:00 Uhr sind wir da. Man muss nicht die ganze Zeit dabei bleiben. Zwei Stunden leichte körperliche Arbeit an der frischen Luft sind gut für die Gesundheit und gut für die Heide, ihre Käfer, ihre Schmetterlinge und ihre Fledermäuse. (9. März 2013)

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Kampf um den Wald

Die Kreisverbände Hochtaunus des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, mit Forst-Fachleuten und anderen Interessenvertretern über die gemeinschaftliche und naturverträgliche parallele Nutzung des Waldes zu diskutieren. Das öffentliche Forum findet statt am

Freitag, 8. März 2013, um 19.30 Uhr im
Bürgerhaus von Wehrheim
Wehrheim, Am Bürgerhaus 1

Plakat
(Bild: SDW qu045)

Die Diskussion um das Waldgesetz im Herbst 2012 hat gezeigt, wie vielfältig die Interessen am Wald sind beziehungsweise wer alles was vom Wald will. Es ist viel los in unseren Wäldern, auch wenn wir sie eigentlich aufsuchen, um uns zu erholen, uns zu besinnen, Sport zu treiben, Spazieren zu gehen oder eben die Ruhe zu genießen.

Doch die Ansprüche und Erwartungen an den Wald werden immer größer, nicht nur durch Sportler und Erholungssuchende, nein, auch die Kasse muss stimmen - mit Trinkwasser- und Holzverkauf. Zu fast jeder Tageszeit wird im Wald inzwischen Holz geschlagen, durch große Vollernter abgesägt und von Trucks just in time abgefahren.

Aber auch Wildkatze, Luchs und das jagbare Wild tummeln sich hier, teilweise sehr heimlich, teilweise aber auch Schäden verursachend. Und dann sind da die Großprojekte: Steinbrüche, Kiesgruben - auch Straßen und Flughäfen, die am Wald fressen und ihn uns dort nehmen, wo wir Menschen ihn brauchen. Die Interessen sind vielseitig, so vielseitig wie schon lange nicht mehr.

Es diskutieren Bertram Huke (Taunusklub), Christian Raupach (Hessischer Waldbesitzerverband), Peter Gwiasda (BUND) und Christoph von Eisenhart Rothe (SDW). Die Diskussion wird geleitet von Michael Pyper.

Ziel der Veranstaltung ist es, die verschiedenen Interessengruppen miteinander statt gegeneinander diskutieren zu lassen und die unterschiedlichen Position kennen zu lernen. Die Veranstalter würden sich sehr freuen, wenn Sie am 8. März allein oder mit Freunden und Mitstreitern nach Wehrheim im Taunus kommen. (2. März 2013)

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Jetzt kommen die Kraniche und die Störche

In Frankfurt-Bonames und an vielen anderen Orten in Deutschland bereitet man sich auf die Ankuft der Störche vor. Im März des vergangenen Jahres hat sich zwar ein Storch in Frankfurt blicken lassen, zum Brüten kam es aber nicht. Es war wohl zu unruhig. Nun ist die Wiese rund um den Mast mit dem Storchennest bis Ende Juni für Spaziergänger und vor allem für Hunde gesperrt.

Wenn die Störche in Bonames eintreffen, wird berichtet. In der Zeit bis dahin kann man den Rückflug von Störchen aus ihren Winterquartieren verfolgen. NABU rüstet seit einigen Jahren Weißstörche mit Sendern aus. Auf einer Karte im Internet kann man sich den Weg der Störche und ihre Reisetagebücher ansehen.

Storch auf einer Wiese Auffliedende Kraniche
Der Storch hat eine kleine weiße Feder im Schnabel - Die Kraniche starten gerade zu einem Flug (Bilder: links Ekkehard Beyer qu031 rechts Andreas Trepte qu038)

Störche kommen einzeln, Kraniche kommen in großen Gruppen. Über Oberursel und Friedrichsdorf sieht und hört man sie meistens am späten Nachmittag. Oft bleiben sie für eine Nacht in der Wetterau. Dann fliegen sie weiter Richtung Ostsee. Beobachtete Kranich-Schwärme kann man melden bei www.kranich-hessen.de. (25. Februar 2013)

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Kontrolle der Fledermaus-Winterquartiere

Bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Oberursel gibt es keine echte Winterpause. Von Mitte Januar bis Ende Februar werden die rund 40 bekannten Winterquartiere der Fledermäuse im Hochtaunuskreis kontrolliert.

Bevor ich zum ersten Mal bei einer solchen Kontrolle dabei war, habe ich mir das so vorgestellt: Man schließt die Tür auf, macht das Licht an, zählt die Fledermäuse, macht das Licht wieder aus, schließt ab und geht zum nächsten Stollen.

Eingang eines Wassergewinnungsstollens die Tür geht nicht auf
Links: Stolleneingang - Rechts: die Tür wird frei geräumt (Bilder: Ekkehard Beyer qu032)

Es ist ganz anders: Schon das Öffnen der Tür dauerte fast 10 Minuten. Die Tür ging nur einen Spalt weit auf (Bild oben rechts). Erst nachdem vom Regen angeschwemmte Erde und Laub entfernt waren, ließ sich die Tür weit genug öffnen.

Die Tür ist der Eingang zu einem Stollen im Weiltal, der früher einmal der Gewinnung von Trinkwasser diente. Irgendwann hat sich das versickernde Wasser im Berg aber andere Wege gesucht und der Stollen wurde nicht mehr genutzt.

In die Tür wurde ein waagrechter Schlitz gesägt, durch den Fledermäuse ein- und ausfliegen können. Man sieht den Schlitz gut im Bild oben rechts (unter dem Beschlag in Höhe des Helms).

Das Bild in der Mitte der folgenden Bildzeile zeigt die Mauer, hinter der sich das Wasser staute. Sie sperrte früher den Gang völlig ab, die Öffnung wurde erst später durchgebrochen. Feucht ist es immer noch, der Gang ist übersät mit Pfützen. Ohne Gummistiefel ist man hier verloren.

Hängendes Braunes Langohr Durchlass im Stollen drei hängende Große Mausohren
Links: ein einzelnes überwinterndes Braunes Langohr - Mitte: Durchbrochene Sperrmauer des ehemaligen Wassergewinnungsstollens - Rechts: Drei überwinternde Große Mausohren (Bilder links und rechts: Thomas Knepel qu033, Mitte: Ekkehard Beyer qu031)

Groß sind die Temperaturunterschiede. Im Freien war Dauerfrost bei -5 Grad Celsius. Im Inneren des Stollens, nur 20 m vom Eingang entfernt, waren es +12 Grad. In dieser Entfernung von der Außenwelt sah ich im Schein meiner Taschenlampe auch die ersten Fledermäuse.

Sie hängen einzeln oder in kleinen Gruppen mit dem Kopf nach unten. Die geselligeren Tiere sind Weibchen. Es genügen ihnen kleine Unebenheiten in der Felswand, wo sie sich mit den Krallen an ihren Füßen festhalten. Man sieht das gut in dem vergrößerten Ausschnitt unten links.

Das Festhalten geschieht ganz ohne Kraftaufwand. Auch sonst verbrauchen die Fledermäuse im Winterschlaf nur wenig Energie. Ihre Körpertemperatur haben sie der Umgebung angepasst. Der Herzschlag ist stark verlangsamt.

Viel Energie brauchen die Fledermäuse zum Aufwachen. Dabei steigt ihre Körpertemperatur innerhalb von 30 (Zwergfledermäuse) bis 70 Minuten (Große Mausohren) auf rund 38 °C. Während der Aufwachphase wird Körperfett abgebaut.

Die Krallen an den Fledermaus-Füßen Im Inneren eines Stollens
Links: Vergrößerter Ausschnitt aus dem Bild mit den drei Fledermäusen - Rechts: Im Inneren des Stollens (Bilder: Thomas Knepel qu033)

Es ist beobachtet worden, dass Fledermäuse ohne erkennbare äußere Ursache aus dem Winterschlaf aufwachen, sich einen anderen Schlafplatz suchen und wieder einschlafen. Wenn das zu oft geschieht, verbrauchen die Tiere zu viel von ihren Fettreserven und sie überleben den Winter nicht. Störungen müssen daher vermieden werden.

Ich habe mich gefragt, ob unsere Kontrollen des Fledermausbestandes solche Störungen sind. Hören uns die Tiere? Nehmen sie das Licht der Taschenlampen wahr? Wir bemerken es nicht, denn sofortige Reaktionen sind den Tieren wegen der lang dauernden Aufwachphase nicht möglich. Nur indirekt wird klar, dass unsere Kontrollen nicht schaden: der Anteil an toten Tieren in den Winterqurtieren ist äußerst gering.

Die Kontrolle selbst ist eine zeitaufwendige Angelegenheit. Wände und Decke des Stollens werden im Schein der Taschenlampen nach Fledermäusen abgesucht. Bei jedem einzelnen Tier wird die Art festgestellt. Das erfordert Fachkenntnisse und Erfahrung, denn viele Arten sind einander sehr ähnlich. Die Ergebnisse werden protokolliert. Für einen Stollen von wenigen 100 Metern Länge brauchen wir ein bis zwei Stunden.

Die Kontrollen sind Teil des Fledermausschutzes. Man kann ja nur schützen, was man kennt. Die Winterkontrollen werden ergänzt durch die Kontrollen der Sommerquartiere der Fledermäuse. Hintergrundinformationen findet man im Abschnitt Fledermausschutz auf der Seite Naturschutzeinsätze.

16 verschiedene Fledermausarten haben wir in den vergangenen Jahren in Oberursel und Umgebung angetroffen. Das ist viel. In Deutschland sind nur 24 Arten einheimisch. Einen Überblick gibt der Abschnitt Fledermäuse auf der Seite Pflanzen und Tiere. (Bericht von Ekkehard Beyer) (25. Januar 2013)

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aktualisiert am 11. Mai 2016
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